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Spezial: Drei Fragen an Michael Trapp

Aus Mittelstand & Familienunternehmen, Ausgabe 03/2012
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1. Wo steht Ihr Unternehmen heute und wo wollen Sie es in zwei Jahren sehen?

Das Sattler KunststoffWerk ist heute einer der qualitativen Marktführer in der Compoundierung und Einfärbung von Thermoplasten, Kunststoffen, die sich thermoplastisch verformen lassen. Durch konsequente Messepräsenz, starkem persönlichem Einsatz, hoher Flexibilität und qualitativer Kontinuität in der Produktion konnten wir viele Interessenten als Kunden gewinnen und langjährig von unserer Arbeit überzeugen.

 

Michael TrappNach wie vor stellen wir in zahlreichen Geschäftsgesprächen großen Aufklärungsbedarf fest. Sowohl über die Kunststoffcompoundierung und -einfärbung im Allgemeinen, als auch über die Vorteile unserer kundenspezifisch und punktgenau produzierten Markenqualität im Besonderen. Ein Informationsdefizit, dem wir durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen, vor allem aber durch persönliche Gespräche begegnen.


Absatzschwerpunkt ist die Elektroindustrie, speziell die Elektroinstallationstechnik, unsere Recyclingcompounds finden aber auch zunehmend Anwendungen bei Sichtteilen im Fahrzeuginnenraum, ein Trend, den wir durch die Teilnahme an Automobil-Herstellermessen forcieren.

 


2. Angenommen Sie treffen die Bundeskanzlerin. Mit welchen Argumenten tragen Sie Ihre wichtigsten wirtschaftspolitischen Anliegen vor?

Die Bewahrung unsrer freiheitlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, der sozialen Marktwirtschaft, ist die zentrale politische Aufgabe unserer Tage; sie ist bedroht wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Es schwindet das Bewusstsein für den Wert der Freiheit in unserem Land.

 

Unserer Politik, beginnend im Bundeskanzleramt, mangelt es an einem verlässlichen inneren Kompass, an einem überzeugenden und überzeugten Eintreten für die Freiheit in all ihren Ausprägungen. Das schrittweise Zurückweichen vor den Gegnern der Freiheit seit 2005, die Preisgabe der Selbstverantwortung vor der Fremdbestimmung in einer Vielzahl von Einzelentscheidungen, höhlt unsere Ordnung Stück für Stück aus. Es mangelt an freiheitlicher Gesinnung an der Spitze unseres demokratischen Gemeinwesens.


3. Warum sind Sie gerne Unternehmer?

Meine Entscheidung zur Selbständigkeit war geleitet von dem Wunsch, selbst den Weg bestimmen zu können und von der Freiheit, das auch umsetzen zu können. 

 

Der Unternehmer

Michael Trapp, selbständiger Unternehmer in 4. Generation, studierte von 1979 bis 1982 Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Karlsruhe, von 1983 bis 1985 Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing an der Hochschule St.Gallen, Abschluss mit dem Lic. oec. HSG (Diplomkaufmann). 1986 assistierte er der Geschäftsleitung bei Teka International, S.A. (Teka Küchentechnik, Haiger) in Spanien, Kunststofftechnik rückte zunehmend in den unternehmerischen Interessensfokus.

 

1987 übernahm er die Geschäftsführung der Sattler KunststoffWerk GmbH (vormals Edmund K. Sattler Kunststoffbearbeitungs GmbH), 1989/90 auch sämtliche GmbH-Anteile. Nach harten Herausforderungen in den ersten Jahren ist das Sattler KunststoffWerk heute eine qualitative Größe im Markt der Kunststoffcompoundierung und -einfärbung. Seit 2009 ist Michael Trapp Mitglied im BDI/BDA-Mittelstandsauschuss.

 

Das Unternehmen

Das Sattler KunststoffWerk ist ein auf die Einfärbung und Additivierung technischer Thermoplaste spezialisierter Compoundierbetrieb. Ausgangsmaterialien sind je nach Wunsch und Bedarf Primär- und/oder Sekundärrohstoffe; unsere Kunden – die kunststoffverarbeitende Industrie – bekommen Qualitätsgranulate auf Neuwarenniveau. Das Unternehmen besteht seit über 40 Jahren und compoundiert mit zzt. 22 Mitarbeitern ca. 1.700 t Granulat pro Jahr, Sitz ist Mühlheim am Main im Kreis Offenbach.